
Wir feiern den Jahrgang 2026
Eine Abschlussfest im Zeichen der Gemeinschaft
Am 22. Mai versammelte sich die Schulgemeinschaft des UWC Robert Bosch College bei strahlendem Sonnenschein in Freiburg, um den Abschluss des Jahrgangs 2026 zu feiern – der 11. Generation von Schüler:innen am RBC.
Eltern und Erziehungsberechtigte, Gastfamilien, Freunde, Mitarbeiter:innen und Unterstützer:innen nahmen sowohl auf dem Campus als auch per Livestream aus der ganzen Welt an der Abschlussfeier teil und markierten damit das Ende von zwei bemerkenswerten Jahren, die in Gemeinschaft gelebt wurden.
Die Zeremonie, die von einem Schüler:innen-Komitee zusammen mit den Mitarbeitenden Ines und Will wunderschön geplant und geleitet wurde, spiegelte alles wider, was diese Generation geworden war: nachdenklich, mutig, humorvoll, reflektierend und tief miteinander verbunden.
Geschichten von Wachstum, Freundschaft und Unterschieden
Während der gesamten Zeremonie wurden in Reden auf Deutsch, Mandarin, Spanisch und Arabisch die vielen Dimensionen des Lebens am RBC dargestellt. Die Schüler:innen sprachen über Freundschaft, Unterschiede, Mut, Heimweh, schwierige Gespräche, gemeinsame Mahlzeiten und die stillen Momente, die uns oft am stärksten prägen. Ein Gedanke kehrte immer wieder: dass das Zusammenleben über Kulturen und Erfahrungen hinweg nicht nur unsere Sicht auf die Welt, sondern auch auf uns selbst verändert.
Es wurde viel gelacht – über Verspätungen bei der Projektwoche und unvergessliche gemeinsame Erinnerungen – aber auch über die Herausforderungen, die das Leben mit Unterschieden in einer zunehmend gespaltenen Welt mit sich bringt. Die Reden spiegelten die Realität wider, dass das RBC kein perfekter Ort ist, aber gerade deshalb zu einem Ort des Wachstums wird: ein Ort, an dem die Schüler:innen Empathie, Belastbarkeit und Verantwortung erfahren und lernen, auch bei Meinungsverschiedenheiten zusammenzuhalten.
RBC in die Welt tragen
In ihrer Rede bei der Abschlusszeremonie reflektierte Rektorin Helen White über die außerordentliche Bedeutung dessen, was diese Generation in den letzten zwei Jahren praktiziert hat:
„Ihr habt zwei Jahre damit verbracht, die eine einzige Geschichte abzulehnen. Über einander. Über die Welt. Über Euch selbst.“
Sie erinnerte die Jugendlichen daran, dass ein Großteil der Welt zunehmend zu Spaltung, Vereinfachung und Distanz ermutigt, während die Generation 11 sich für etwas anderes entschieden hat: für ein vollständiges Miteinander – über Kulturen, Überzeugungen, Identitäten und Perspektiven hinweg. Meinungsverschiedenheiten auszutragen, ohne sich zu distanzieren. Neugierig zu bleiben, anstatt ängstlich. Die Komplexität zu bewahren, anstatt sich gegenseitig auf Annahmen zu reduzieren.
Während der Zeremonie wurde deutlich, dass das wichtigste Lernen am RBC nicht allein durch Prüfungen oder Zeugnisse gemessen werden kann. Es lebt in Freundschaften, die über Kontinente hinweg geschlossen wurden, in Momenten der Fürsorge in schwierigen Zeiten, in Gesprächen, die lang gehegte Annahmen in Frage stellen, und in der Erfahrung, gemeinsam eine Gemeinschaft aufzubauen.
An den Jahrgang 2026: Herzlichen Glückwunsch. Vielen Dank für Eure Offenheit, Euren Mut, Euer Mitgefühl, Euren Humor, Eure Fragen, Eure Fürsorge füreinander und die unzähligen Möglichkeiten, wie Ihr diese Gemeinschaft in den letzten zwei Jahren verändert haben.
Wo auch immer Ihre Reise hingeht, mögen Ihr die Fähigkeit mitnehmen, offen, zutiefst menschlich und über Unterschiede hinweg verbunden zu bleiben. Die Welt braucht das.


