VIELFÄLTIG, ENGAGIERT UND MOTIVIERT

Der Kern des UWC Bildungsmodells: Lernen voneinander und miteinander.

Wie sieht das aus, wenn Schülerinnen und Schüler aus über 90 Nationen eine gemeinsame Schule besuchen, unterschiedliche Bildungsniveaus mitbringen und unterschiedliche Methoden zu lernen? Am UWC werden über 60 Sprachen gesprochen, Unterrichtssprache ist Englisch.

Einige Jugendliche beherrschen die englische Sprache bereits bei Ankunft gut, andere beginnen fast bei null. Über die Herausforderungen und Inhalte unseres Bildungskonzeptes.

 

Der akademische Leiter Christian Bock erklärt das pädagogische Konzept der Schule.

VIELFALT ALS KATALYSATOR

Die Heterogenität der Schülerinnen und Schüler wird am UWC als Chance gesehen: Lernerautonomie wird dann gefördert, wenn die Schüler selbst zu Lehrenden werden. Persönliche Sinnstiftung setzt ein, wenn junge Menschen beginnen, Fragen zu stellen. Ein Gefühl der Gemeinsamkeit bildet sich durch gemeinsame Werte – trotz unterschiedlicher Hintergründe. Die Schüler absolvieren innerhalb der zwei Jahre am College das International Baccalaureate (IB Diplom), einen international anerkannten Schulabschluss. Bildung am UWC ist aber weit mehr als die durch das IB vermittelten Inhalte und Werkzeuge: Basierend auf den Ideen des Gründers Kurt Hahn soll ganzheitliche Bildung in erster Linie transformativ sein. Durch den interkulturellen Austausch lernen die Jugendlichen, Empathie für Andere zu entwickeln und persönliche Wertekrisen durch Reflektion zu überwinden. Sie werden sich der eigenen und fremden Annahmen bewusst und lernen, diese zu reflektieren – dieses Lernen beinhaltet einen Wandel in grundlegenden Werten, Einstellungen und Handlungen.

Unser Lehrplan

If we want to empower our students to create a sustainable future, we need to provide them with both information and inspiration. Information about the challenges our planet faces is important, students need to know what they are talking about, what kind of actions really make a difference, otherwise their actions become ineffective and tokenistic. But just as important as providing this information is providing inspiration – a love of nature, a positive experience of sustainable lifestyles, a sense that a better future is possible. Because hope is a stronger motivator than fear.

Tobi Kellner
Nachhaltigkeitskoordinator

GANZHEITLICHE BILDUNG

Im Bildungskonzept von UWC werden akademische und außerschulische Elemente miteinander verbunden. Diese Art der Bildung bestärkt eine ausgewogene Entwicklung des menschlichen Potenzials in intellektueller, moralischer, ästhetischer, emotionaler, sozialer, spiritueller und körperlicher Hinsicht.

Die individuellen Fähigkeiten der einzelnen Schüler sowie der Umgang mit Verantwortung werden gezielt durch den Programmbereich CAS (Creativity, Activity, Service) gefördert. Dabei liegt ein starker Fokus im Bereich des sozialen Dienstes: Anderen helfen, sich in die Gemeinschaft einbringen, Engagement zeigen. Dies sind wichtige Elemente in der Erziehung der Jugendlichen zu Verantwortung und Mitgefühl.

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PÄDAGOGISCHES KONZEPT

Das pädagogische Konzept wurde unter Berücksichtigung der Werte, der Grundsätze und des Bildungsmodells der United World Colleges, des Internationalen Baccalaureate Bildungsauftrags, des Profils der Lernenden, des Curriculums, sowie gemäß den Anforderungen des Landes Baden-Württembergs für die Erfüllung der Auflagen zur Schulpflicht für die deutschen Schülerinnen und Schüler entwickelt. Das komplette Dokument können Sie hier einsehen.

Pädagogisches Konzept.pdf 770kb

FOKUS NACHHALTIGKEIT

Das Thema Nachhaltigkeit und die Verbindung von Nachhaltigkeit und Technologie stehen in zentralem Fokus der Schule und werden in den Lehrplan integriert, sei dies bei speziellen Thementagen, im CAS-Bereich oder in den Natur- und Geisteswissenschaften. Die „Green City“ Freiburg bietet hier ideale Bedingungen und ein Netzwerk an ausgezeichneten Einrichtungen und Forschungsinstituten, welche die Arbeit am UWC inspirieren und bereichern.


Von den Erfahrungen der Mitschüler profitieren: Eine Schülerin aus Benin erzählt von Überschwemmungen in ihrer Heimatstadt im Rahmen des ESS-Unterrichts.


Experimentieren mit Solarzellen am Polytunnel: Das von Schülern gebaute Gewächshaus dient auch als Labor für naturwissenschaftliche Experimente.


Schwerpunkt Naturwissenschaften: In der im Lehrplan integrierten Projektwoche dreht sich eine Woche lang alles um erneuerbare Energien.


Ein College Job für Schüler besteht darin, den ökologischen Fußabdruck der Schule zu berechnen. Dafür werden u.a. die Reisen und Transportmittel der Schüler und Lehrer ausgewertet und regelmäßig in der Assembly vorgestellt.


Der schuleigene Klostergarten bietet einen wichtigen Lernraum für Schüler: Bei der Gartenarbeit lassen sich globale Prozesse im Kleinen darstellen, gleichzeitig lernen die Jugendlichen Grundlagen im biologischen Anbau.


Gartenpädagogin Eva-Maria Schüle bei einer Einführung in das Leben und Arbeiten der Bienen. Das UWC Robert Bosch College hat sein eigenes Bienenvolk und produziert gemeinsam mit Schülern und Freiwilligen Honig.

Am Spring Day feiern wir am College nicht nur den Frühlingsanfang, sondern packen als Schulgemeinschaft an, wie hier beim Reinigen des Bachs am ehemaligen Stromschloß der Kartaus.

Wie man Schüler am besten für Technik und Nachhaltigkeit begeistert, das weiß unter anderem Physiklehrer Richard Burt aus Schottland, hier bei einer Demonstration an einer Windanlage.

NEWS

30. Oktober 2017
UWC Governance Treffen in Freiburg

Vom 23. bis 27. Oktober wurde Freiburg zum Treffpunkt von Vertretern der 17 United World Colleges weltweit sowie den leitenden Gremien innerhalb der UWC-Organisation: Die Rektoren aller UWC-Schulen, das International Office mit Sitz in London, das UWC International Board unter …

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30. Oktober 2017
“Da herrscht ein Spirit, der hat nichts Ausgrenzendes.”

Im Vorfeld der UWC-Governance Treffen in Freiburg vom 22. – 28. Oktober sprach BZ-Redakteurin Julia Littmann mit Verleger Dr. Christian Hodeige, der maßgeblich an der Gründung des UWC Robert Bosch College in Freiburg beteiligt war und seit vielen Jahren als …

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